Februar 2014

 

Meine schwedische Sprachentwicklung zieht sich so langsam dahin.

Kleine Sätzchen bilden gehen zwar THEORETISCH. Verstehen kann man es aber wohl nicht.
Trotzdem mache ich weiter, denn an der Aussprache kann man im Land feilen, die Hauptsache ist, man kann schreiben und weiss theoretisch was es heisst.
 
In Sachen Haus haben wir auch einiges erledigt.
Insider wissen dass das Haus Sohn und Schwiegertochter kaufen.
Sofern alles klappt.
Wir wissen jetzt wie man einen  Preis berechnet, was man alles haben muss und so weiter.
Manchmal fragen uns Menschen wie wir das schaffen hier weg zu gehen. Sie könnten ihr Haus nie verkaufen. Es heisst nicht wenn wir das tun, dass es uns nicht ein bisschen weh tut. Auch für uns ist das schwierig. ABER ... ich wiederhole es gerne nochmals: Wer nichts wagt, der nichts gewinnt.
Es gibt IMMER eine negative und eine positive Seite!
 
Wir sind uns nun fast einig dass wir uns aus diversen Gründen wohl nicht in Schweden definitiv anmelden, also nicht definitiv auswandern.
Unsere Gedanken dazu:
Geld das wir in ein Haus investieren, auch wenn die günstig sind in Schweden, ist brach gelegt, das heisst, es ist weg und wir können das nicht mehr "verzehren".
Da wir KK in der Schweiz UND hohe Steuern in Schweden bezahlen müssten, wäre man finanziell schlechter dran als wenn wir in der Schweiz angemeldet bleiben.
Und: In Schweden müssten wir unseren Volvo anmelden und schwer besteuern, da es ein Dieselfahrzeug ist. Womöglich müssten wir auch technische Änderungen am Fahrzeug machen. So gesehen müssten wir wohl ein anderes Fahrzeug kaufen, da es günstiger wäre. Trotzdem wären auch da wieder Kosten zu erwarten.
 
ABER es kann auch anders kommen *lach*
Erst gehen wir mal ein Jahr und dann schauen wir weiter.
Man kann ja trotzdem, auch ohne definitive Anmeldung bis zu 5 Jahre in Schweden bleiben.
 
Was haben wir sonst noch getan in der Zwischenzeit?
Naja, da gibt es viele Kleinigkeiten, wir planen fast jeden Tag.
Wir haben wärmere Kleider gekauft für Lappland.
Taschen und Behälter genäht für meine Wolle und anderes.

 Habe meine Stricknadeln aufgestockt und noch gekauft was ich noch nicht habe.
Habe sehr viel Wolle zu Knäuel gewickelt die ich glaube zu brauchen.
Ausserdem habe ich beschlossen nun doch die Perlentiere-Ausrüstung mit zu nehmen.
Habe mir auch Gedanken gemacht zu meiner Fotoausrüstung und was ich da noch brauche.
Tony hat sich noch die Anglerausrüstung gekauft die es braucht.
Er hat sich auch Gedanken gemacht was er im kalten Lappland in der Winterzeit noch werkeln oder machen könnte und hat auch schon Ideen dazu.
 
Ihr seht ... auch wenn es hier still ist, im Hintergrund läuft das Rädchen.

Hier mal eine kleine Auswahl an Behälter, Taschen und anderes das ich genäht habe:
 


Januar 2014

 
Krankenkasse und andere Fakten:

Unsere Vorbereitungen gehen also weiter.
Einigen mag es früh erscheinen, aber da es kurzfristig dann wahnsinnig viel zu regeln gibt, fangen wir jetzt schon mit Dingen an, für die es eben nicht zu früh ist:
 
Wir machen uns viele Gedanken um die Ernährung unserer Katzen.
Seit drei Jahren barfen wir unsere Katzen und wir möchten auch in Schweden unsere Katzen mit Rohfleisch ernähren und allem was dazu gehört.
Das Fleisch ist eher teuer in Schweden und so suchen wir nach Lösungen.
Ich habe mich über Fleischwölfe informiert.
Da wir Fleisch mit Knochen wolfen müssen (wegen des Calciums) brauchen wir ein starkes Gerät.
Da ergab sich letzthin die Möglichkeit einen handbetriebenen Fleischwolf zu testen. Da wir einen  vom Sohn ausgeliehen haben um was auszuprobieren, war der Fleischwolf sowieso hier. Also meinte Tony dass wir mal testen ob der Fleischstücke mit Knochen schafft. Kurz entschlossen habe ich einen Hähnchenschenkel aufgetaut um zu testen. Und tatsächlich ging es! Jedenfalls reicht es für unsere Zwecke. Seit gestern besitzen wir nun ein eigenen Fleischwolf. Das Thema Katzenernährung ist somit abgehakt. Naja, vorläufig ... *zwinker*
 
Wieder mal haben wir über diverse Punkte gesprochen, bei denen wir uns noch nicht klar waren wie sie funktionieren in Schweden.
Vor allem das Krankenkassensystem hat uns Kopfzerbrechen bereitet. Wir wissen zwar wie das Ganze funktioniert wenn wir auswandern und arbeiten würden in Schweden. ABER wir würden ja, wenn überhaupt, mit Rente auswandern.
Erst mal die total guten Neuigkeiten:
Nach drei Monaten Aufenthalt in Schweden müssen wir uns auf der Kommune anmelden.
Danach können wir 5 Jahre bleiben *freu*. Unser Plan, erst Mal ein Jahr zu bleiben, steht also nix mehr im Wege.
 
Krankenkasse:
Als Schweizerbürger dürfen wir in ein EU-Land auswandern und uns dort aufhalten(bilaterales Abkommen).
Wir müssen aber hier in der Schweiz einer Krankenkasse beitreten die  EU-EFTA-Policen anbietet.
Diese Prämien sind meist etwas höher und Zusatzversicherungen kann man nicht ergänzend abschliessen, da es ein Alles-in-allem-Paket ist.
Bei Krankheitsfall in Schweden müssen wir uns den Selbstbehalten und Gesetzen des schwedischen Systems anschliessen. Das heisst, wir bezahlen nicht die Selbstbehalte die in der Schweiz gelten, sondern die in Schweden (Bsp.: Bei jedem Arztbesuch sind erst mal ca. 30 Franken zu bezahlen. Trotzdem sind in Schweden die Selbstbehalte günstiger). Franchisen und 10% - Klausel u.s.w. die in der Schweiz gelten, fallen also weg. Auch die hohen Medikamentenkosten. Allerdings wissen wir nicht wie hoch die in Schweden sind.
Ein bisschen zu arbeiten in Schweden, damit man in Schweden krankenversichert ist, das geht nicht, da wir eine Rente aus Schweiz beziehen (nach diesem ersten Jahr).
Wir müssen also so oder so in der Schweiz krankenversichert bleiben.
 
Die Renten werden in Schweden besteuert und zwar zum selben Satz wie die Einheimischen.
Der Unterschied ist aber dass mit den hohen Steuern von ca. 35% auch die Krankenkasse mit drin ist.
Wir müssten zu den hohen Steuern aber noch die hohen KK-Gebühren der Schweiz berappen.
Immerhin fallen Franchisen und Selbstbehalte der CH weg.
 
Ohne Personennummer geht in Schweden gar nix.
Wie also soll man ein Auto einlösen oder einen Handyvertrag abschliessen,
Strom beziehen oder ein Häuschen versichern oder viele andere Dinge?
Personennummern gibt's eigentlich nur wenn man in Schweden arbeitet. Und mit dieser Personennummer wäre man dann automatisch auch Krankenversichert.
Dazu kann man eine provisorische Personennummer beantragen.
Mit der kann man dann alle diese Dinge tun, ist aber nicht automatisch im einheimischen Krankenversicherungssystem.
 
Auf den ersten Blick kompliziert. Wenn man sich aber damit befasst, dann blickt man durch.
 
All diese Infos haben wir von der internationalen KK und von der schwedischen Botschaft bekommen. Ausserdem haben wir auch Infos und weiterführende Links aus einer FB-Gruppe bekommen wo sich nicht nur Auswanderungswillige tummeln, sondern auch in Schweden lebende Personen. Eine Gruppe die ich nicht mehr missen möchte und von der wir sehr viel profitieren können.


Dezember 2013

Ich habe es schon lange im Kopf.
Tony hat mir erzählt, dass auch er schon ein paar Mal daran gedacht hat.
Dann habe ich es mal angesprochen, einfach so in den Raum gestellt.
Nun ist es definitiv!
Wir werden nicht nur einen Winter in Lappland verbringen, sondern der darauf folgende Sommer auch. Warum sollen wir nach Hause wenn es anfängt zu blühen, wieder vermehrt in die Wälder kann, an den Fluss zum angeln.
Das setzt natürlich immer voraus dass uns keine schlimme Krankheit ereilt.
Wir wissen, dass die Planung das eine ist, die Durchführung steht auf einem ganz anderen Blatt.
Ich möchte aber nicht bei jedem Post den ich hier nun mache, darunter schreiben dass wir unsere Pläne nur verfolgen können wenn wir gesund bleiben und wir keine schlimme Krankheit bekommen. Wir sind froh dass wir gesund sind und selbstverständlich kann man auch mit einigen Erkrankungen trotzdem aussteigen.
Es gibt halt aber ein paar mit denen es nicht geht.
Uns ist auch DAS bewusst, möchten es aber nicht immer erwähnen.
Ganz einfach weil es uns logisch erscheint.
Beispiel:
Wenn ich sage ich fahre morgen nach Stuttgart an den Markt, dann schreibe ich ja auch nicht extra darunter.... nur wenn ich nicht Fieber bekomme, wenn ich nicht verunfalle, wenn ich nicht ja ..... auch sterben könnte man schliesslich.
Wenn ich also hier in Zukunft keine WENNS und ABER mehr erwähne, heisst das nicht dass es sie nicht geben könnte oder dass wir das nicht wissen.
 
Nun also, um wieder zum Thema zu kommen:
Wir würden also gerne ein Jahr bleiben.
Ich lerne ja auch schon ganz fleissig schwedisch *lach*
Ich lerne zwar sehr sehr langsam ... aber was ich dann kann, das kann ich.
Auswendig lernen war schon in der Schule ein Gräuel für mich und ist es immer noch.
Ich bin einfach wahnsinnig langsam bis ich irgendwas kann.
Ich denke aber dass man vielleicht mit der Zeit ein bisschen effizienter wird und man ein Wort nicht 50 x wiederholen muss, bis ich dann weiss wie es heisst und wie man es schreibt.
 
Es gibt selbstverständlich auch hier bei diesem Vorhaben wieder Negatives.
(Das Positive wissen wir ja)
Ich sehe meine Enkelkinder leider ein Jahr nicht mehr, vielleicht werden sie uns vergessen, erkennen uns nach einem Jahr nicht mehr.
Dann natürlich der Rest der Familie, unsere Bekannten und Freunde.
Man muss gut überlegen was wir mitnehmen, da wir danach (nach 6 Monaten Winter im Stuga) wieder mit dem Wohnwagen unterwegs sind und dann alles dort rein packen müssen.
Stickmaschine mitnehmen geht also nicht *traurig guck*.
Das sind eigentlich die einzigen Nachteile die ich im Moment sehe.
 
Wir waren auch wieder am diskutieren und Info`s rein holen.
Ich bin Beispielsweise jetzt in einer Schweden-FB-Gruppe wo sich auswanderungswillige Menschen befinden, aber auch welche die es schon getan haben. Da bekomme ich viele Info`s.
 
Tony hat mit der Krankenkasse Kontakt.
Da gelten ja dann besondere Regelungen.


Die Sprache:

Da ich viel mehr Zeit habe um die Sprache zu lernen als Tony, bin ich da auch weiter.
Leider harzt es aber ziemlich, da ich im auswendig lernen sehr schlecht bin und vor allem langsam.
Ich muss ein Wörtchen gefühlte hundert Mal sehen und lesen, damit es dann auch drin bleibt.
Trotzdem habe ich schon einiges gelernt und ich kann jetzt schon kleine Sätzchen bilden.
Ich kann diese schreiben und theoretisch sprechen. Das mit dem Sprechen ist aber so eine Sache....denn verstehen sollte man es auch. Die Betonung der schwedischen Sprache finde ich schwierig und habe sehr Mühe damit. DAS wird aber dann ganz bestimmt besser wenn man am Ort ist. Ich finde aber Wörter auswendig lernen und Grammatik kann man gut Zuhause schon lernen. So könnte ich mich wenigstens schriftlich ausdrücken. Naja....Grammatik ist da auch so eine Sache *hüstel* Allerdings ist die schwedische Grammatik viel einfacher als zum Beispiel die deutsche oder französische. Im schwedischen bezieht man ein Verb nicht auf die Person sondern auf die Zeit. Also heisst es nicht: ich gucke, du guckst, wir gucken, sie gucken, ihr guckt ... sondern: Jag tittar, du tittar, de tittar, vi tittar, ni tittar ... Das Verb bezieht sich auf die Gegenwart, Zukunft oder auf die Befehlsform Bsp.Weise.
Ich hoffe ich habe jetzt keinen Fehler geschrieben, aber so ungefähr ist das! Also wirklich keine schwere Grammatik.
Oder Beispiel Oma, Enkel u.s.w.  Enkel wird übersetzt mit Kindkind, also Barnbarn. Oma vom Vater setzt sich zusammen als Vater + Mutter (Vaters Mutter), also Farmor. Die Oma mütterlicherseits mit Mormor und so weiter.
 
Jag är Mor och Mormor.  Jag en Son, tva dotter och tva Barnbarn. Nästa Ar jag kommer igen tva Barnbarn.
Ich bin Mutter und Omi. Ich habe einen Sohn, zwei Töchter und zwei Enkelkinder. Nächstes Jahr bekomme ich nochmals zwei Enkelkinder. (so ungefähr)
 
Oft gibt es Wörter die wie bei uns im "Bernbiet" klingen:
för = für
Ja (sprich jo) = ja
nej = nein
 
Mein Lieblingswort ist:
Javisst (klar, jawohl)
 
Es gibt noch viel zu lernen.
Ich lerne mit Babbel und mit "sprich mal schwedisch".
Tony lernt mit Rosetta Stone.

November 2013

Nun, ihr könnt euch sicher vorstellen dass wir schon sehr viel vorbereitet haben.

 Zum Beispiel Wohnwagen:
Wir haben lange unseren idealen Wohnwagen gesucht.
Da wir drei Katzen mit nehmen (Nachtrag 2014: es sind nur noch zwei), muss er dafür ideal sein. Das Katzenklo muss man irgendwo versorgen können und unser WW musste ein Hochbett haben u.s.w.
DER Wohnwagen wurde dann gefunden, gekauft und auch (selber) umgebaut für unsere Zwecke.
Ich würde sagen dass er jetzt zu 95% fertig umgebaut ist.
Wer sich für den Umbau interessiert, kann auf unsere andere Seiten gucken:
 Dort kann man auch unsere Reisen mit verfolgen.
 
Ab dem Zeitpunkt an dem wir aussteigen, schreiben wir nur noch hier in dieses Blog. Das Reiseblog (unserewohnwagenreisen) wird also dann still gelegt.
 
Auch für unsere drei Katzen haben wir schon viel vorbereitet.
Da musste eine Auto-Reisebox gemacht werden, ich habe ihnen ein Geschirr genäht, haben Klos gebastelt und Reisekorb gekauft und vieles mehr. Was dann noch kommt sind zu gegebener Zeit die Tollwutimpfungen. Das Reisen haben wir mit den drei Katzen auch schon geübt.
 
Was wir speziell für die Katzen gemacht haben, das kann man im
Katzenblog (klick) unter Rubrik Reisen
nachlesen. Auch dieses Blog wird nur noch bis zum Aussteige-Zeitpunkt weiter geführt.
Da wir auf beiden genannten Seiten schon viele Bilder zeigen, möchten wir uns hier nicht nochmals die Mühe machen. Wer also interessiert ist, der klicke einfach die beiden Blogs an.
 
Danach alles hier bei wir-zischen-ab.
Das hat den Sinn dass wir uns dann nur noch einmal einloggen müssen und ein einziges Blog euch informiert.
 
Was haben wir sonst noch getan?
Tony hat von Grund auf das Angeln gelernt.
Er hat diesen Sommer einen Kurs gemacht wo er alles über Technik, Ausrüstung und den fachmännischen Umgang mit den Fischen gelernt hat.
Ich habe einen Pilzkurs belegt.
Ich habe viele Pilzarten kennen gelernt, habe viele Tipps bekommen wo genau diese Pilze wachsen.
Ausserdem darf ich meine Funde dem Kursleiter zur Kontrolle vorlegen (der auch amtlich geprüfter Pilzkontrolleur ist).
Ich hoffe dass ich dann in 2-3 Jahren so weit bin, dass ich ein paar Pilze 100% bestimmen kann und auch mal ohne Kontrolle Pilze geniessen kann. Bis dahin muss ich noch viel lernen, doch unmöglich ist das nicht.
 
Ausserdem haben wir über unser Haus gesprochen.
Wenn alles gut geht, dann wird mein Sohn und Schwiegertochter hier einziehen, nachdem sie das Haus gekauft haben. Wir hoffen dass es klappt.
 
Wir haben schon sehr oft eine Kostenzusammenstellung gemacht und über unsere finanzielle Situation gesprochen. Es wird eng, doch es sollte mit vielen Einschränkungen machbar sein.
 
Wir haben darüber gesprochen wie es mit meinem Shöppchen weiter geht und unseren Hobbies.
 
 
Tagtäglich sprechen wir über irgend was.
Heute haben wir den Punkt Krankenkasse besprochen.
Brauchen oder wollen wir danach noch eine Zusatzversicherung?
 
Oder wie informieren wir die Daheim gebliebenen, unsere Freunde und Bekannten.
( Dafür haben wir aber ja jetzt dieses Blog hier :) )
 
Das allerwichtigste was wir im Moment machen ist die schwedische Sprache lernen.
Auch wenn wir nach der Zeit in Lappland weiter ziehen sollten, ist es doch von Vorteil wenn wir wenigstens ein paar Worte können.
So lernen wir (vor allem ich) tagtäglich Wortschatz, Grammatik und Sätze in schwedisch.
 
So das wär mal das Wichtigste.
Mag sein dass ich jetzt viel vergessen habe.
Aber ich werde bestimmte Themen immer wieder anschneiden hier und euch informieren was wir so in Sache aussteigen tun.