1. - 29. April: Ringgenberg, Berner Oberland, Schweiz.

Campingplatz Talacker

Weil wir morgen zusammenpacken und das Vorzelt abbauen, schreibe ich diesen Bericht schon heute.

Am Anfang des Monats hatten wir noch einige Dinge zu erledigen, die sehr zeitintensiv waren. Ausserdem mussten wir hier erst zurecht kommen, alles einrichten und alles besorgen was wir vergessen haben. Im Laufe der ersten Woche haben wir uns aber an das Leben im Wohnwagen gewöhnt und meistens habe ich auch die Dinge gefunden die ich suchte *lach*. Da wir aber alle Kisten angeschrieben haben, ging das eigentlich ganz gut.

Bis Mitte Monat hatten wir schon drei mal Besuch und jetzt bis ende Monats müssten es so 7-8 gewesen sein. Ich finde es klasse wenn man uns nicht so schnell vergisst und uns besucht.

Auch wir selber haben viele liebe Menschen besucht und haben auch einige Ausflüge gemacht, davon später mehr.

Da wir noch Gutscheine hatten, haben wir eine neue Sat-Anlage gekauft. Trotz intensivem üben konnte Tony die Antenne nicht auf den Fernseher einstellen (das macht man nur beim ersten Mal), so hatte er genervt vom tagelangen üben, beim Caravan-Händler angefragt. Dieser hatte nach ein paar Tagen Zeit und kam auf den Platz um sie uns einzustellen. Nun konnten wir also wieder fern sehen, doch wir haben keine viermal geguckt.

Eines Morgens, so um Mitte des Monats, haben wir beim reinigen des Katzenklo` (das unter meinem Bett) bemerkt, dass Djego es tatsächlich schafft durch das Einstiegsloch zu pissen. So war also der  Boden daneben nass, was wir überhaupt nicht lustig fanden *grrr*. Wir hatten ja anfangs die coole Idee eine Klappe für unter das Bett einzubauen und etwas dahinter dann die gedeckte Box mit Loch aber ohne Klappe. Eine extra grosse Box aus dem Baumarkt versteht sich *Augen verdreh*. Nun mussten wir uns etwas neues einfallen lassen. Die letzte Möglichkeit, ein Klo mit Klappe, haben wir dann gemacht. Jetzt müssen die Katzen also durch zwei Klappen bis zum Klo, das ausserdem auch etwas kleiner ist als die Box. Naja, was soll ich sagen ... wenn er mit sehr viel Druck pisst, dann könnte es rein theoretisch im Eck dann rauströpfeln. Das ist einmal passiert. Nun haben wir da etwas mit Haushaltpapier vorgesorgt *lach*. Ist aber nur einmal vorgekommen. Und naja ... auch Kater werden älter und ... *hihi* der Druck wird kleiner. Jedenfalls haben beide das veränderte Klo akzeptiert und das ist bei Katzen ja auch nicht unbedingt selbstverständlich *Augen verdreh*.

Ach ja, ich werde dann, sollte ich mal etwas Zeit haben, in der Pfotenrubrik mal ein paar Bilder zeigen und beschreiben wie wir das so machen mit den Katzen.


Am 16. April hatten wir im Foyer des Mehrzweckgebäudes Walliswil, ein Abschieds-Apéro. Dazu haben wir viele Bekannte, Verwandte, Freunde und Interessierte eingeladen. Es war sehr gemütlich und ich habe Menschen getroffen, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen habe. Wir haben danach das erste Mal im selber eingebauten Bett im Auto geschlafen. Auf dem Bild rechts sieht man wie das ungefähr vonstatten ging. Es war so eng, dass wir überlegt haben in ein Hotel zu gehen, ausserdem hat es noch geregnet. Aber wir harten "Sieche" haben es durchgezogen. Da wir ja auf dem Parkplatz des Mehrzweckgebäudes gestanden sind und man nachts ja auch mal muss, hatten wir das Campingklo dabei. Dieses mussten wir immer erst vom Sitz auf den Boden stellen und es wurde immer enger. Wir hatten dann noch ungefähr gefühlte drei Quadratzentimeter Platz, aber es ging. Ja, wir haben es (knapp) überlebt. Witzig war ja dann das Zahneputzen am Morgen ... aber alles muss ich hier ja nicht erzählen oder?!

Am anderen Morgen (naja, erst um 9.00 Uhr ... *hüstel*) waren wir bei Corinne zum brunchen eingeladen. Und das war dann richtig lecker und hat uns wieder entschädigt für all die Unannehmlichkeiten beim übernachten.

Die Katzen waren übrigens das erste Mal alleine über Nacht. Aber auch sie haben das überlebt *zwinker*.

 

Wir haben viele Ausflüge gemacht, obwohl das Wetter nicht immer optimal war:

 

Am 19. April mit lieben Bekannten in der Chemihütte essen.

Die Chemihütte findet man in Aeschiried über dem Thunersee.

Wir haben dort zusammen gegessen und einen netten Nachmittag und Abend verbracht.

Nach Sonnenuntergang sind wir dann gut gelaunt wieder nach Hause

Am 21. April sind wir zusammen mit drei Enkelkindern und deren Eltern zum Ballenberg, der ja ganz bei uns in der Nähe liegt. Der Ballenberg ist ein Bauern-Museum mit alten Häusern und deren Mobiliar. Es war rundum ein schöner Tag.

Siehe hier (klick)

 




Am 26. April waren wir in Kemmeriboden Bad im Emmental. Dort haben wir Meringues und Eis gegessen. Leider konnten wir das Emmental nicht so geniessen, da schlechtes Wetter war.

 


Wir haben noch viele schöne Orte besucht wie das Schloss Hünegg in Thun oder einen Ausflug an der Zürisee um Boots-Zubehör einzukaufen für Tony. Auch in der Pizzeria Rafmi in Interlaken waren wir. Dort hat uns Corinne eine Pizza spendiert. Leider hatte ich meine Kamera nicht immer mit.

 

Praktisch jeden zweiten Tag war ich auf Morchelsuche. Leider wurde ich nicht fündig. Ich bin mir nicht sicher ob es einfach Nachts zu kalt war oder ob ein anderer schneller war.

 

Dann eines Tages, es hatte sehr viel geregnet, haben wir bemerkt dass die Katzen-Transportkiste die im Vorzelt steht, unten anfing zu schwitzen und schon ein bisschen geschädigt war. Sie stand zwar nicht direkt auf dem Boden, denn wir vermuteten es könnte darunter Feuchtigkeit entstehen. Aber offenbar war sie zuwenig angehoben. Jedenfalls hatten wir einen riesen Schrecken *schluck*. Wir haben dann im Baumarkt kleine Behälter besorgt, die wir unterlegt haben.

Gefriertruhe und Katzenbaum haben wir schon seit Beginn unterlegt. Leider war beim Katzenbaum auch etwas feucht, so dass wir ihn hin und wieder wenden und trocknen müssen.

Das hat uns gezeigt, beim campen muss man an alles denken.



Es musste ja soweit kommen. In der Nacht zum 27. April war starker Wind und ich konnte kaum schlafen. Das Vorzelt schlotterte und ich befürchtete dass der Wind unser halbes "Haus" verweht. Doch es hat gehalten. Dann irgendwann gegen Morgen war es plötzlich windstill. Dass es stattdessen schneite, das haben wir erst so gegen vier bemerkt, als Tony aus dem Fenster guckte. Da das Vorzelt nicht für den Winter geschaffen ist und lediglich ein Sommer-Vorzelt ist, befürchteten wir Böses: Das Zelt stürzt wegen grosser Schneelast ein. Tony war draussen um das Dach vom Schnee zu befreien. Leider reichte unser Besen nicht über das ganze Dach. Irgendwann sind wir dann wieder zu Bett und es war uns einfach nur noch "Wurst" was da draussen geschieht. Am Morgen dann jeahhhhh, das Zelt hat gehalten *freu*.

 


Oben:  Hier mal zwei Bilder wie wir das Zelt eingerichtet haben. Ganz hinten bei den grauen Kisten haben wir etwas umgestellt (siehe unteres Bild). Es steht dort noch ein Schränkchen und darauf eine Kiste. Und wenn wir abwesend sind, dann ist das Fenster dort geöffnet, damit die Katzen in den Wohnwagen können. Diese Idee kam Tony, damit wir die Türe nicht auf lassen müssen.

Unten: Ich habe sogar schon mal gestickt. Und das sieht dann so aus *lach*. Draussen die Stickmaschine und Zubehör. Drinnen dann das (Mini-) Bügeleisen (das übrigens gar nicht so schlecht ist) in der Küche und auf dem Esstisch der Laptop. Es geht also wunderbar! Auch wenn ich für 45 Minuten sticken 20 Minuten zum bereit stellen und wieder soviel zum weg räumen brauchte.

 


Ich schliesse jetzt den Monat mit diesen Bildern ab. Morgen werden wir hier zusammenpacken und übermorgen fahren wir Richtung Norden.