Als wir vor ein paar Jahren einen neuen Wohnwagen ausgesucht haben, sind nicht nur Zuladung und Einteilung wichtig gewesen, sondern vor allem auch dass man Katzenklo und so weiter unterbringen kann. Wir wussten zu der Zeit ja schon was wir vor haben und wussten auch ziemlich genau was wir wollten.

Im Wohnwagen sollen sich auch die Katzen wohl fühlen, sie sollen eine Rückzugsmöglichkeit haben und das Klo muss versteckt sein, so dass es nicht stinkt. Da kam nur ein Grundriss in Frage der eigentlich für Familien gedacht war: Ein Kajütenbett im Heck und ein Elternbett im Bug. Da ich den ganzen Wohnwagen-Umbau schon auf unserer alten Seite dokumentiert habe, möchte ich hier einfach mal den Link einfügen, so könnt ihr dort nachlesen was wir so alles gemacht haben für Katzen und Menschen. HIER KLICK geht es zur Seite.

Ich werde hier vor allem noch den Katzentransport und das Gehege zeigen und falls es was neues gibt werde ich es später einfügen.

 

Katzentransport:

Auf der Reise werden Natasha und Djego in einer Box transportiert. Tony hat sie selber konstruiert und später etwas verkleinert, da sie eigentlich für drei Katzen gebaut war. Am Ziel angekommen stellen wir die Box in das Vorzelt, damit die Katzen das darin vorhandene Klo benützen können, was sie auch regelmässig tun. Sie liegen auch gerne in der Box, was uns zeigt dass sie das Fahren sicher nicht als Horror empfinden, denn sonst würden sie das nicht tun.  Ehrlich gesagt habe ich auch nie erwartet dass sie beim Fahren grossen Stress empfinden, da wir sehr oft Übungsfahrten mit ihnen gemacht haben oder wir haben immer mal wieder eine oder zwei mit in Urlaub genommen.

 

 

Die Transportbox wird an der Stirnfront geöffnet und hat seitlich eine Schiebetüre aus Plexiglas. Für das Klo hat Tony eine eigene Öffnung gemacht, damit man sie notfalls auch unterwegs reinigen könnte. Natasha hat so ihre eigenen Kack-Rhythmus *lach*. Das Klo war übrigens um ein paar Zentimeter zu hoch, so mussten wir diesbezüglich eine Änderung vornehmen.

Oben dann die Tür um die Katzen zu entnehmen.

 

Hier zwar kein gutes Bild, aber man sieht trotzdem wie die zwei relaxt da drin liegen. Das Foto habe ich während einer Fahrt gemacht. Natasha schläft tief und fest und Djego döst vor sich hin. Es ist unglaublich aber die zwei nehmen es gelassen. Man hört stundenlang keinen Ton von ihnen, lediglich Natasha mauzt kurz wenn sie auf das Klo muss. Schliesslich sollen es alle mit kriegen, nicht dass wir noch etwas verpassen (naja, wie man das könnte bei dem Gestank *zwinker*).

Die Transportbox haben wir beim Fahren jeweils auf der Rückbank platziert. Die Rückenlehne wird dafür runter geklappt und die Box mit Spanngurten fixiert.

 

 

Das Aussengehege oder Vorzelt:

Hier mal ein Schönwetterbild vor der "Möbilierung"des Vorzeltes. Wir haben uns grosse Gedanken gemacht wie wir das Vorzelt ausbruchsicher machen können. Haben viele Stunden dafür investiert und lange getüftelt.

Vor allem hatten wir bedenken dass die Katzen sich unter dem Zelt raus drücken, sobald sie merken dass das möglich wäre. Djego hat uns das schon zweimal gezeigt wie das geht *lach*. In den Ferien in Cervo (Italien) war er plötzlich ausserhalb des Zeltes. Nur weil wir dachten dass es mit einem Profisorium auch geht.

Wir haben auf den Boden Vorzeltstangen gelegt und an den vorhandenen senkrechten Stangen befestigt und rundum Katzennetz mit 80 Kabelbinder fest gemacht.

Die Türe ist einzelt gefertigt und wird ganz transportiert.

Tony hat für die Türe Vorzeltstangen zusammengeschraubt und die Türe mit Netz bespannt. Als Scharnier hat er zwei Stücke Metallrohr mit angeschweisster Gewindestange verwendet, die dann in eine senkrechte Vorzeltstange eingefädelt werden.



Hier mal ein paar Bilder, die sich alle per Klick vergrössern lassen. Die Zeltstangen die wir am Boden waagrecht montiert haben, sind mit einer Halterung versehen. Die kann man so kaufen. Diese Halterung machen wir an einer senkrechten Stange fest. So wird das rundum befestigt und fest geschraubt. An den Ecken und dort wo die Türe eingehängt wird, muss man eventuell etwas improvisieren. Mit Klettband könnte man Beispielsweise die Türe sichern, damit sie sich nicht öffnet. Das Netz kann man übrigens super über die Schrauben der Bodenstangen schieben, so braucht man weniger Kabelbinder. Leider braucht es jedesmal jede Menge Kabelbinder, doch das lässt sich nicht verhindern.

An den Rändern und Ecken, dort wo das Vorzelt an den Wohnwagen stösst, ist das Befestigen ein bisschen heikel. Tony hat dort (abgebogene) Andruck-Stangen gekauft und montiert. Unten rum kann man den Graustreifen vom Vorzelt unter den Vorzeltteppich legen, sofern man einen hat.

Unten am Wohnwagen haben wir Schürzen eingezogen und einen Plastikstreifen angenäht, den wir unter den Teppich legen und etwas befestigen (mit kleinen Häringen). An den Nahtstellen haben wir Klett angetackert. Dort wo es unsicher erscheint, haben wir Kisten oder ähnliches hin gestellt. Manchmal braucht es wirklich nur eine gute und umsetzbare Idee.

Die Katzen können so nicht ausbrechen und wir lassen sie sogar Nachts in das Vorzelt, sollten wir mal abwesend sein.

Und wer ganz sicher gehen möchte, kann noch das Netz mit Bittermittel einsprayen, den kann man im Tier-Fachhandel kaufen.